Im Teilbereich „Architektur# kommt man im Kunstgeschichtsstudium irgendwann unweigerlich bei Gewölbeformen an. Und da waren die Baumeister (vor allem die mittelalterlichen) ja mal richtig kreativ. Vom einfachen Tonnengewölbe übers Kreuzrippengewölbe bis zum Netz-, Spiegel- oder eben Sterngewölbe gibt´s ja alles. Das Sterngewölbe gucken wir uns heute mal ein bisschen genauer an. 

Doch zu erst: Was ist überhaupt ein Gewölbe?

Ein Gewölbe ist der Abschluss eines Raums, meist eines Langraums. In der Regel besteht das Gewölbe aus Steinen, die sich zwischen Widerlagern verspannen. Das Widerlager ist die Auflage des Bogens oder des Gewölbes. Meistens hat man das. Gewölbe über einem Holzgerüst aufgebaut, das man dann später wieder entfernt hat. Der oberste Stein eines Gewölbes ist der Schlussstein. 

 

Was ist jetzt das Sterngewölbe? 

Kurz gesagt: Das Sterngewölbe, oder auch Sternrippengewölbe, ist eine Weiterentwicklung des Kreuzrippengewölbes in der Spätgotik, bei dem die Gewölbekappen nochmal unterteilt sind. Umso später ein Stil ist, sich also weiterentwickelt hat, um so kleinteiliger, filigraner und ausgefallener werden die einzelnen Formen und Motive. 

Es handelt sich um ein streng geometrisches System bei denen die Rippen rautenförmig verbunden werden und so das Motiv eines Sterns entsteht. Das Sterngewölbe ist um einen zentralen Schlussstein gruppiert, manchmal ist auch eine Stütze der Mittelpunkt des Sterngewölbes. Jedes Joch bekommt seinen eigenen Stern.